Osteopathie

Samuel Weishaupt, dipl. Osteopath GDK-CDS

Die Osteopathie dient der Behandlung reversibler Funktionsstörungen. Sie ist deshalb für die Behandlung von Knochenbrüchen oder Tumoren, sowie für die Heilung schwerer, lebensbedrohlicher Krankheiten nicht geeignet.Ihr Osteopath hat gelernt, osteopathisch behandelbare Krankheiten und Beschwerden zu erkennen. Sollte eine Behandlung nicht möglich sein, wird er Sie an kompetente Fachleute weiterleiten. Die Osteopathie ergänzt somit die Schulmedizin.

Eine Sitzung beginnt mit der Anamnese anhand der vom Patienten benannten Schmerzen. Ziel ist es, mögliche osteopathische Läsionen und damit den Grund der Problematik (als Teil eines Ganzen) zu finden.
Durch klinische und osteopathische Tests werden Einschränkungen der Beweglichkeit, Elastizität und Biegsamkeit anatomischer Strukturen identifiziert, welche die physiologischen Funktionen des Organismus behindern. Anhand dessen wird eine geeignete Behandlung angesetzt.
Der Osteopath greift auf strukturelle oder funktionelle manuelle Techniken zurück, um das lokomotorische (Gelenke, Muskeln, Bindegewebe, Knochen usw.), das viscerale und das kraniosakrale System zu behandeln.
Es ist nicht einfach, eine Liste der Krankheiten aufzustellen, auf welche die Osteopathie positiv einwirken kann, denn ihre Ursprünge sind unterschiedlich und vielfältig. Dennoch finden Sie anbei eine Liste von Beschwerden, bei denen die Osteopathie von grossem Nutzen ist:

Im Gelenksbereich: Verstauchungen, Sehnenentzündungen, Anspannung, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Folgen von Arthrose usw.
Im Rückenbereich: Hexenschuss, Kreuzschmerzen, Ischiassyndrom, „blockierter“ Rücken, Nackenstarre, Zervikalgien, Zervikobrachialsyndrom, Rückenschmerzen, Interkostalneuralgie usw. Im Schädelbereich: Migräne, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
Im Verdauungssystem: Einige Arten von Verstopfung und Durchfall, Verdauungsstörungen, Reizdarm usw.
Im gynäkologischen Bereich: Betreuung während Schwangerschaft, Iliosakralbeschwerden usw.
Die Osteopathie richtet sich an alle vom Säugling über das Kind bis zum Erwachsenen, Sportler, schwangere Frauen oder ältere Menschen.
Die Osteopathie wird als direkte Therapieform in der Regel auch ohne ärztliche Verordnung im Rahmen der Zusatzversicherung (Natur- und Komplementärtherapie) übernommen. Der Umfang an Rückerstattung hängt von der Versicherungspolice ab. Wir empfehlen, sich vor der ersten Behandlung bei der Krankenkasse zu informieren.